Geschäftsordnung

Berliner Yardstick-Kommission Unterhavel und Wannsee Geschäftsordnung

Präambel

Die Tätigkeit der Berliner Yardstick-Kommission Unterhavel und Wannsee (BYK) versteht sich als Service für die Berliner -Segler und –Yacht Clubs. Sie berücksichtigt bei ihren Entscheidungen die Art der Yacht, Regattaergebnisse, Empfehlungen der Vereine, anderer Yardstick-Kommissionen, des DSV, und die speziellen Verhältnisse der Unterhavel und des Wannsees in Berlin. Eine absolute Genauigkeit der Yardstickzahlen kann nicht erreicht werden. Insbesondere hat keine Yacht einen Rechtsanspruch auf eine bestimmte Yardstickzahl.
Die Mitglieder der BYK arbeiten ehrenamtlich und unabhängig.

01.) Die BYK setzt sich aus den Wettfahrtleitern, Segelwarten, oder deren Vertretern zusammen. Die ausrichtenden Vereine der öffentlich im Berliner Wettfahrtkalender ausgeschriebenen Yardstickwettfahrten bestimmen jeweils einen Vertreter. Jeder Verein erhält ein Stimmrecht.

02.) Die BYK sorgt für eine angemessene Öffentlichkeitsarbeit. Die Yardstickzahlen werden am Beginn der Saison bei den ausrichtenden Vereinen veröffentlicht; der Wettfahrtleiter der nächsten Regatta erhält und veröffentlicht die aktuelle Liste mit den Veränderungen während der Saison; die Liste kann bei dem jeweiligen Vorsitzenden der BYK angefordert werden.

03.) Die Entscheidungen der BYK sind verbindlich. Die Mitgliedervereine der BYK verpflichten sich die revierspezifischen Faktoren und Beschlüsse zur Anwendung kommen zu lassen. Wer zu einer Yardstick-Regatta eines der BYC angehörenden Vereines meldet, unterwirft sich der Yardsticktabelle der BYK und hat für die betreffende Regatta keine Einspruchmöglichkeit, wenn die auf der aktuellen Tabelle festgelegten YS Zahlen zur Anwendung kommen.

04.) Die BYK wählt den Vorsitzenden der nächsten 2 Jahre aus ihren Reihen auf der letzten Sitzung des Jahres. Der Vorsitzende leitet die BYK.

05.) Der Vorsitzende hat das zur Verfügung stehende Budget einmal pro Jahr mit den Vertretern der Vereine abzurechnen.

06.) Die BYK tagt nach Bedarf (mindestens 3 mal pro Jahr). Die Sitzungen werden vom Vorsitzenden einberufen. Die BYK ist mit 5 Mitgliedern beschlussfähig. Es gilt die einfache Mehrheit.

07.) Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

08.) Die Sitzungen der BYK sind nicht öffentlich, Gäste können zugelassen werden, Antragsteller können zu ihrer eigenen Verhandlung anwesend sein.

09.) Anträge können ausschließlich von Mitgliedern der BYK, Vereinen und Schiffseignern für deren eigenen Yachten gestellt werden. Sie müssen begründet werden. Die BYK entscheidet über die Annahme des Antrages.

10.) Die BYK vergibt auf Grund von Regattaergebnissen, eigenen Erkenntnissen und Vorschlägen der Vereine, anderer Yardstick-Kommissionen und des DSV eine Yardstickzahl (YSZ).

11.) Bei Vorlage von yardstickrelevanten Fakten, die bei der Vergabe der (YSZ) nicht bekannt waren, überprüft die BYK die vormals vergebene YSZ. Yardstickrelevante Fakten sind in erster Linie Ergebnisse von Wettfahrten mit ausgewogenem Anteil von Kreuz-, Raum- und Vorwindkursen, bei gleichbleibenden Windverhältnissen zwischen 2 und 3 Beaufort. Nicht herangezogen werden andere Zahlenvergleiche.

12.) Herangezogen werden können Vermessungen nach IOR, IMS, ORC-Club und SBR …; die BYK behält sich die Entscheidung hierüber nach eigenen Erfahrungen vor.

13.) Die BYK kann Schnelleinstufungen vor Regatten vornehmen. Hierzu müssen die Schiffsdaten laut dem aktuellen Einstufungsformular mindestens 7 Tage vor der Wettfahrt vorliegen. Die BYK entscheidet dann mit 3 Mitgliedern einstimmig. Diese Einstufung gilt dann maximal bis zur nächsten ordentlichen Sitzung und kann jederzeit korrigiert werden.

14.) Bei der Festlegung einer YSZ ist nicht nur auf die Erfüllung der einzelnen Kriterien zu achten, sondern auch darauf, daß Bevor- oder Benachteiligungen nicht eintreten. In der Regel sollten die Entscheidung einstimmig fallen, ist dieses nicht möglich, entscheidet die einfache Mehrheit der Mitglieder der BYK. Bei derartigen Abstimmungen sind „befangene“ Mitglieder nicht stimmberechtigt. Ob ein Mitglied „befangen“ ist, entscheidet die BYK mit einfacher Mehrheit.

15.) Einsprüche sind mit schriftlicher Begründung an die BYK einzureichen. In derartigen Fällen wird von der BYK bei nicht entsprechen eine schriftliche Begründung abgegeben. Die so erfolgte Entscheidung ist endgültig, weitere Rechtsmittel sind ausgeschlossen.

16.) Die BYK ist berechtigt, Antrag stellende Yachten zu besichtigen und Kontrollmessungen vorzunehmen. Sie unterstützt die Mitgliedsvereine bei der Durchführung der Regatten. Sie ist berechtigt, Beobachter zu entsenden.

17.) Bei Verstößen gegen Regularien von Yardstickwettfahrten spricht die BYK Empfehlungen über die weitere Vorgehensweise an die Wettfahrtleitungen aus.

18.) Die BYK richtet über die laufende Saison den „Berliner Yardstick-Cup“ (BYCup) aus. Es handelt sich hierbei um eine Rangliste, in die die im Wettfahrtkalender des Berliner Segler-Verbandes öffentlich ausgeschriebenen Yardstickwettfahrten der Bereiche Unterhavel und Wannsee einfließen. Die BYK beschließt rechtzeitig vor Saisonbeginn das Reglement und veröffentlicht dieses. Es werden in regelmäßigen Abständen vorläufige Zwischenergebnisse veröffentlicht. Auf der Preisverteilung nach Beendigung der Saison werden die Preise nach ihren Stiftungsurkunden überreicht und das Endergebnis veröffentlicht.

19.) Sollte ein Teilnehmer einer für den BYCup in die Wertung gehenden Wettfahrt wiederholt gegen die guten Sitten im Segeln oder die sportliche Fairness verstoßen, oder wiederholt meldepflichtige Veränderungen nach den Yardstickregeln des DSV, der BYK, den Wettfahrtregeln der ISAF, den Ordnungsvorschriften des DSV, den Segelanweisungen des BSV oder dem jeweiligen Programm verschweigen oder wissentlich falsche Angaben machen so führt dieses nach einer schriftlichen Abmahnung zum Ausschluss vom BYCup für die laufende Saison. Über einen diesbezüglichen Antrag; der nur von einem Mitglied der BYK gestellt werden kann, müssen alle Kommissionsmitglieder rechtzeitig informiert werden. Der Teilnehmer muss zu der Sitzung schriftlich eingeladen werden. Die Entscheidung wird mit 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefällt.

Berlin, den 07.04.99
Änderungen und Ergänzungen:
11.06.2003 18. und 19. Ergänzung
Die Mitglieder der Berliner Yardstick-Kommission Unterhavel und Wannsee
AIYCB, ASV, BYC, DBYC, KaR, PYC, smb, SV 03, SVSt, WWVB, YCSt, ZSV

Anhang

Beschlüsse:

01.) In den Ausschreibungen, Programmen und Segelanweisungen muß von den Mitgliedsvereinen der Satz hinzugefügt werden: „Bei Abweichungen von der DSV-Yardstickliste gelten die Faktoren der Berliner Yardstick-Kommission Unterhavel und Wannsee.“

02.) Andere, nicht Antragsberechtigte, können Anliegen an die Kommissionsmitglieder herantragen.

03.) Wird eine Neueinstufung bei nicht in der DSV- oder Berliner- Liste aufgeführten Schiffen vorgenommen, so gilt der Faktor zunächst nur für die darauffolgende/n Wettfahrt/en. Er wird danach überprüft und gegebenenfalls korrigiert.

04.) Bei nicht in der DSV- oder Berliner- Liste aufgeführten Schiffen ist es erforderlich die Schiffsdaten rechtzeitig (mindestens 96 h vor Wettfahrt Beginn) zu übermitteln. Sollte dieses nicht erfolgen, wird dem jeweiligen Wettfahrtleiter empfohlen die Meldung nicht anzunehmen.

05.) Schiffe, die ihren Spinnaker an einem anderen Ort als in der Nähe des Vorstagsansatzpunktes fahren, oder deren Seitenliekslänge größer als die Vorstagslänge ist, müssen dieses mindestens 96 h vor dem Start melden. Dieses führt zu einer Korrektur von 2 Punkten nach unten; es sei denn, die Klassenvorschriften erlauben eine andere Spinakerführung oder Maße. Es wird empfohlen die Yardstick-Kommission zu kontaktieren.Ansonsten gelten die Vorschriften 4.1. der Yardstickregeln des DSV.

06.) Bei Nachmeldungen innerhalb der 96 h Frist ist nur eine Segelführung nach dem Yardstick-Grundstandard möglich.

07.) Veränderungen der Kielform, die mehr als 20% des Tiefganges betreffen, werden mit +/- 1 Punkt bewertet. Es wird empfohlen die Kommission zu kontaktieren.

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